+++Petrovac+++Kotor+++Herceg Novi+++Dubrovnik+++Mostar+++
...von christian...
*****vorab: Ich habe heute Geburtstag! Gratuliert mir bitte!*****
Gefühlt 1000 Serpentinen trennen die Küstenstadt Kotor und den Lovcen Nationalpark, mit seinem höchsten Berg Štirovnik (1749m). Hinter jeder Kurve wartet eine spektakuläre Aussicht.
Kurz vor Kotor erreichen wir auf einer Anhöhe unser Nachtlager. Es ist kein offizieller Platz, aber zumindest so bekannt, dass schon zwei weitere Vans hier stehen. Hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf eine Bucht und viele freilaufende Tiere vom benachbarten Bauernhof. Das ganze Programm. Hunde, Schweine, Kühe und Hühner. Alles um uns herum.
Nina ziert sich noch ein wenig, weil sie die Tiere nicht einschätzen kann und bleibt kurz im Auto sitzen. "Stadtgeschwür" denke ich und mach mich daran die Picknickdecke auszupacken. Wir haben leckeren Rotwein und Schinken vom Bauern unterwegs gekauft. Mehr für mich. Bis dieses riesen Hängebauchschwein zum Angriff übergeht... Es wittert das frische Brot und lässt nicht mehr locker. Kein Händeklatschen, schreien oder drohen hält es davon ab. Ich verprügelt es mit dem Weißbrot, was nicht sonderlich effektiv und demzufolge wenig erfolgreich ist.
Kurzum - ich kann ein Ablenkungmanöver zünden, indem ich etwas altes Brot opfere um noch die Tomaten zu sichern und stürme in den Van. Diese dumme Sau macht es sich auf unserer Decke bequem. Ninas "Jetzt hattest du aber auch Schiss!" ist so gar nicht hilfreich. Ok, dann bleib ich im Van. Das schlechte Gewissen, dass ich schon wieder Fleisch esse heute abend, ist wie weggeblasen.
Nachts werden wir mehrfach von den Glocken der Kühe, die direkt an unserem Auto grasen, wach.
Kotor überrascht mit einer wunderschönen verwinkelten Altstadt und vergleichsweise wenig Touristen. Die Strasse bis kurz vor die kroatische Grenze führt an der Bucht von Kotor entlang. Direkt am Wasser. Durch kleine und grössere Orte. Kein Wunder, dass gefühlt jede Strasse in Montenegro eine "Panoramic-view-road" ist.
Wir steuern den erstmöglichen Strand in Kroatien an um dort zu frühstücken. Es stellt sich heraus, dass es nen FKK- Strand is. Bela zieht mit. Ich bin da raus. Sollen die ihren Schweinkram ohne mich machen.
Wir fahren auf einen Campingplatz kurz vor Dubrovnik. Die Reiseleiterin hat, entgegen meiner Annahme, plötzlich doch mehr Bock auf Camping, statt auf Pension.
Abends schauen wir oft Dokus über die jugoslawischen Kriege, um dieses ganze Wirrwarr um Jugoslawien und die Nachfolgestaaten besser zu verstehen. (Recht empfehlenswert übrigens:
https://kurier.at/mehr-platz/es-ist-verdammt-kompliziert-das-jugo-einmaleins/401752779
und
https://m.youtube.com/watch?v=6T0SkTzP86s)
Das beeinflusst auch unseren Sprachgebrauch:
Das Baby entwickelt sich prächtig, es lernt ständig neue Dinge.
BALKAN er allerdings noch nicht spielen. Wenn er nach mir kommt, hat er da auch ein schwere SERBE anzutreten. Braungebrannt wie ein MONTENEGRO war ich in meinen früheren Urlauben immer der Erste am Volleyballplatz. Ich habe das sehr geliebt. Mein HERZEGOWINA wird ganz schwer, wenn ich daran denke. Egal jetzt. Genug der ALBANheiten.
Der Ausflug nach Dubrovnik startet mit dem Boot vom Campingplatz. Das Baby ist aufgrund des starken Wellengangs sichtlich irritiert, versucht sich aber nicht anmerken zu lassen und lächelt steif.
Nichts gegen Dubrovnik. Eine einmalig schöne Altstadt mit vielen Cafés und Restaurants erwartet uns. Viele verschlungene Gassen, viele Treppen. Macht richtig Bock mit Kinderwagen. So schwitzen wir uns durch die Gassen, was wir allerdings nicht als unangenehm empfinden, da die Stadt voller weißer, dicker Briten und damit der Standard eh schon recht niedrig ist. Eine Wohltat fürs Ego.
Nun sind wir in Bosnien und campen kurz vor Mostar bei unglaublich gastfreundlichen Menschen, die uns mit Obstteller, Kuchen und Wein begrüßt haben. Dass tagsüber 35° sind, macht alles etwas anstrengend, aber da ich heute Geburtstag habe, übernimmt Nina alle unangenehmen Aufgaben und ich schaue lächelnd zu wie sie schwitzt.
Der recht kalte Fluss direkt am Campingplatz entschädigt für einiges. Für morgen nehmen wir uns Mostar vor, wo wir 2018 bereits mit den Fahrrädern waren... Bei den gleichen Temperaturen. Unvorstellbar eigentlich..









Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Weiterhin viele schöne Erlebnisse! Macht Freude dabei zu sein.
AntwortenLöschenHerzlichen Glückwunsch :)
AntwortenLöschenIch hab Tränen gelacht. Danke.
Wieder sehr lustig geschrieben. Ist mit Reiseleiterin zufällig BOSNIENa gemeint? Ich hoffe sie hat Dir zum Geburtstag einen Kuchen gebacken, keinen Sandkuchen am Strand natürlich. Viel Spaß Euch noch, Grüße an Bela, auch von Simone, aus Mainz
AntwortenLöschenBOSS-NINA meinste? Kuchen gabs nicht. Ich glaub sie kann auch nur Rüblikuchen und der is nicht so mein Fall.
LöschenAlles Gute nachträglich lieber Christian, wir freuen uns schon auf den nächsten Bericht!
AntwortenLöschenAuch ich schließe mich nachträglich den herzlichen Geburtstagswünschen an.Alles gute fürs neue Lebensjahr lieber Christian.
AntwortenLöschenBin wiederholt Fan von ,,Nen Schlenker...
Liebe den Humor und die detaillierte Berichterstattung. Ihr schafft es mich immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Viel Spaß und alles Gute auf eurer Weiterreise
L.G. U.Prager
Belamaus kann schon laufen??? Juchuuuuuuuuuu! Glückwunsch. Die kleine Süßmaus 🥳
AntwortenLöschen